Aven Armand


Aven-Armand-01-593x261

Aven Armand ist eine Höhle auf dem Causse Méjean (s.a. 4. Sept.), einer Hochebene in den Cevennen. Aven ist die Bezeichnung für einen natürlichen vertikalen Schacht. Er geht hier etwa 75 Meter nach unten und ist im Laufe der Jahrtausende für unzählige Tiere und auch Menschen zu einer tödliche Falle geworden. Vor fast genau 124 Jahren ist hier zum ersten Mal ein Mensch, der Schmied Louis Armand, der die Höhle auch entdeckt hatte. eingestiegen (s. zweites Höhlenbild, dort wird in einem Lichtspiel sein Umriss an die Wände der Höhle geworfen)

Seit 1927 ist die Höhle, die riesige Dimension hat und die komplette Pariser Kathedrale Notre-Dame aufnehmen könnte (110 m lang, 60 m breit, mittlere Höhe 45 m*), für Touristen erschlossen. Und gut für uns: seit 1963 führt eine Standseilbahn in einem 208 Meter langen künstlichen Tunnel zur Haupthalle (Bild 2).

Die Dimensionen der Höhle lässt sich auf Fotos kaum dokumentieren, an ehesten im Größenvergleich mit einem Menschen, auf Bild 8 sieht man den Führer, der uns durch die Höhle mit vielen erklärenden Worten leitete (leider in französisch, wir mussten auf einer gedruckten Erläuterung in deutsch mitlesen). Den Besucher erwartet ein ‚Wald‘ von mehr als 400 Stalagmiten, die hier auf Grund der gewaltigen Dimensionen eine besondere Form (Tellerstapelstalagmiten) haben und bis zu 30 Meter hoch sein können und zu den größten der Welt gehören. Das ganze Besuchererlebnis wird durch audiovisuelle Installationen, so beispielsweise laufende Farbwechsel oder Projektionen (Son et lumières hat ja in Frankreich Tradition) direkt auf die Stalaktiten, extrem ins märchenhafte verklärt – muss man nicht mögen, macht das Ganze aber sehr eindrucksvoll (der berühmte Höhlenforscher Édouard Alfred Martel bezeichnete die Höhle als einen Traum aus Tausendundeiner Nacht).

Übrigens haben die jahrhundertelangen ‚Müllentsorgungen‘ der Bauern, die hier einfach Steine, die sie auf ihren Feldern behinderten, in den Schacht geworfen hatten, viele der Stalagmiten direkt unter dem Schacht zerstört und sogar einen weiteren, nochmal etwa 90 Meter tiefen Schacht verschlossen.
* Text mit Daten aus Wikipedia

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s